Ob bei wegweisenden Gesprächen, bei Vorträgen, Präsentationen oder beim ersten Date: fast alle erlebten schon mal Lampenfieber. Gemäss aktuellen Studien gehört die Angst, vor einer grösseren Gruppe zu sprechen zur meistverbreiteten überhaupt. Wie gehen Sie mit Lampenfieber um?

Sie haben eine Präsentation vor der Geschäftsleitung oder dem Verwaltungsrat, sind gut vorbereitet und pünktlich vor Ort. Doch plötzlich kommts: steigender Puls, trockener Hals, feuchte Hände und Anspannung im Schulter- und Nackenbereich. Die Grenze zwischen Anspannung und Angst ist fliessend und doch sehr entscheidend. Die Angst vor der Ablehnung sitzt oft stark im Nacken: hört das Publikum überhaupt zu? Kommen meine Pointen an? Wohin mit meinen Händen? Was, wenn ich ein Blackout habe? Solche Gedanken können die Anspannung zu blockierender Angst hochschaukeln.

Wenn es uns gelingt, uns in diesem Moment auf den Inhalt und weniger auf unsere Wirkung nach aussen zu konzentrieren, kann die Angst verfliegen und die Anspannung wird zum nützlichen Helfer für einen lebhaften Vortrag. Dies bedingt allerdings Übung und gute Vorbereitung.

 

7 Quick-Tipps bei Lampenfieber:

  1. Atmung: Konzentrieren Sie sich auf Ihre Atmung atmen Sie in den Bauch, nicht nur in den Brustkorb. Idealerweise an der frischen Luft. Ein Spaziergang vor dem Vortrag kann Wunder wirken.
  2. Denken Sie an eine ähnliche Situation, welche Sie schon mal mit Bravour gemeistert haben. Falls es keine gibt: konstruieren Sie eine. Gute Gedanken führen zu guten Gefühlen.
  3. Sicheren Stand: beide Füsse mit gleichverteiltem Gewicht auf den Boden gibt Sicherheit.
  4. Kopf hoch: der Blick nach oben gerichtet erschwert destruktive Gedanken.
  5. Massage: Ohren massieren, Ober- und Unterlippe zusammenpressen und massieren
  6. Entspannung: Arme auf der Brust überkreuzen und abwechslungsweise auf die Schultern klopfen. Dabei klopft die rechte Hand auf die linke Schulter und umgekehrt. Dadurch werden beide Gehirnhälften stimuliert. Dies führt zu sofortiger Entspannung
  7. Gedanken fokussieren auf den Inhalt und das Ende des Vortrags. Visualisieren, wie das Publikum klatscht und lacht Tipp für den Supergau «Blackout»: Humor: stehen Sie offen zum Blackout. Fragen Sie, ob jemand im Publikum das Skript ausgedruckt hat, den Text kennt oder wo die Regie ist. Seien Sie kreativ aber bitte schon in der Vorbereitung für den Fall, dass...