Kennst du das Gefühl wenn alles nervt? Alles geht einem auf den Zeiger? Nichts macht Spass und die Unlust ist gross? Da kann die Sonne noch so scheinen und der Partner noch so gute Ideen bringen für Aktivitäten, irgendwie geht einem einfach alles auf den Wecker. Kennst du das auch?

Aus meinen Erfahrungen

Ich kenne diese Phasen nur zu gut, sie sind heute zum Glück seltener geworden. Früher hatte ich sie immer wieder. Vor allem wusste ich nicht wie ich wieder rauskomme. Uns fehlt dann der komplette Antrieb, wir tun uns selber furchtbar leid und keine Liebe der Welt reicht aus für uns. Sowieso reicht nichts. Denn es ist ja alles doof. Auch Ratschläge von Anderen, die finden wir dann besonders doof. Wir haben das Gefühl, dass keine meiner Leistungen ausreicht, oder wir sind niedergeschlagen, ja vielleicht sogar etwas depressiv.

Ja ich komme also gerade aus einer solchen Phase. Diese hat aber so lange gedauert, dass es mir begann auf den Zeiger zu gehen. Ich wollte raus aus dem Tief. Und was braucht es immer als Erstes wenn wir etwas verändern wollen? Genau: Akzeptanz.
Wenn wir nämlich unser Tief verteufeln und uns ständig fragen, was denn jetzt schon wieder los ist, oder wieso es mir jetzt so schlecht geht, finden wir oft keine Antworten. Im Gegenteil, wir werden noch wütender. Ich versuche dann also so gut wie möglich dieses Tief anzunehmen, als ein Teil meines Weges.

Tipp Nr. 1: Akzeptiere dein Tief

Dann war für mich wichtig, herauszufinden, was mir denn eigentlich gut tut. Mach dir darüber mal Gedanken und tue dies so oft du kannst. Sei dies lesen, schreiben, Musik hören, baden, meditieren, Film schauen, Yoga machen oder was auch immer.

Tipp Nr. 2: Tue das, was deiner Seele gut tut

Aktivieren tut gut. Also sorge ich dafür, dass ich meinen täglichen Sport beibehalte und da nicht auch noch in die Faulheit falle. Dann fühle ich mich nämlich körperlich unbeweglich noch dazu. Es reicht, wenn wir im Kopf gerade unbeweglich sind.

Also Tipp Nr. 3: Mach Sport

Und irgendwann habe ich dann gemerkt, dass ich total getrennt bin von mir selber und auch von der kompletten Fülle um mich herum. Der volle Kühlschrank, das Geld auf dem Konto, die schöne Wohnung, das tolle Wetter, ja sogar mein Mann Daniel, alles wurde irgendwie selbstverständlich, es ist ja immer da. Die tägliche Dankbarkeitspraxis habe ich vernachlässigt und somit überhaupt nicht mehr wahrgenommen was ich alles habe. Das war wohl meine wichtigste Erkenntnis aus diesem Tief, so habe ich beschlossen : Ich muss mir einfach einmal alles wegnehmen um wieder auf den Boden zu kommen. Gut, vielleicht nicht ganz alles, aber einen Teil. Die beiden wichtigsten meiner Meinung nach: Mein Mann und das Essen.
Da sowieso Frühling der ideale Zeitpunkt ist zum fasten, war klar, dass eine Fastenwoche her muss. Da ich meinen täglichen Sport nicht aufgeben wollte, musste eine Fastenkur her, die mir genügend natürliche Nährstoffe gibt, damit ich mich ausreichend bewegen und arbeiten kann. Also war schnell klar, dass es Basenfasten wird. Ich begann also auf alles zu verzichten was säurebildend ist, idealerweise auch Stress. Es bleibt also bei Früchten, Gemüse, Kartoffeln, Quinoa, Samen, Kerne, pflanzliche Öle und Essig. Tatsächlich begann das schon einen ersten Unterschied zu machen für mich.

Also Tipp Nr. 4: Faste für eine Zeit, damit du die grosse Vielfalt an Nahrungsmittel wieder schätzen kannst

Schliesslich entschieden mein Mann und ich gemeinsam, dass es mal wieder Zeit ist für ein Wochenende Alleine. Da wir ja 24 Stunden zusammen sind und auch zusammen arbeiten, wird eben auch der Partner zur Selbstverständlichkeit. Also buchte jeder zwei Nächte an einem anderen Ort. So hatte ich die Chance mal wieder mit mir zu sein, mir zuzuhören, meine Gedanken zu sortieren, das zu tun was mir Freude macht und ganz bei mir anzukommen.

Tipp Nr. 5: Organisiere ein Wochenende alleine, um Zeit mit dir zu verbringen und dich nicht ablenken zu lassen.

Wie der Zufall es wollte, habe ich in derselben Woche mit meiner Freundin Mirjam telefoniert, die eben auch ein Macher-Charakter ist. Und das war so unglaublich inspirierend. Ich durfte erst etwas jammern und hörte mir dann die spannenden Inputs von ihr an. Die Worte eines Menschen zu hören, der einerseits verstehen kann, wo du gerade bist, andrerseits aber auch den Macher-Teil in dir kennt, dann ist das einfach wunderbar. Denn solche Menschen können Welten bewegen.

Das ist also Tipp Nr. 6: umgib dich mit Menschen die dich dazu inspirieren, wieder ins Handeln zu kommen.

So oft ich die Möglichkeit hatte, habe ich mich zurückgezogen. Für den Moment habe ich soziale Kontakte gemieden und war viel mit mir selber. Das tat mir einfach jetzt gerade gut.

Tipp Nr. 7: Zieh dich zurück

Während einer Wanderung habe ich für mich ein paar wichtige Entscheidungen getroffen. Das ist etwas, was so simpel tönt und doch so wichtig ist. Denn wenn ich entscheide, hier und jetzt, Verantwortung für mein Leben und alle meine Lebensbereiche zu übernehmen, hat das doch viel mehr Kraft als wenn ich denke, ich möchte nicht mehr Opfer sein.

Tipp Nr. 8: Treffe Entscheidungen, die deine Grundhaltung verändern

Und was ich natürlich auch sehr wichtig finde, ist Schlaf. Schlafe genug und gönn dir die Ruhe.

Tipp Nr. 9: Gönn dir Ruhe

Und der letzte Schritt ist dann, wieder in die Dankbarkeit und die Bescheidenheit zu kommen. Letzteres hilft mir so gut, auf den Boden zu kommen und bei mir anzukommen. Und diese Dankbarkeit zu fühlen, für all die Möglichkeiten die ich habe, für all die Fülle die mich umgibt und vor allem auch die wunderbaren Menschen die mit mir sind, auf meinem Weg.

Tipp Nr. 10: Übe dich in Dankbarkeit

Fazit

Und jetzt, 2 Wochen später nachdem ich all diese 10 Tipps befolgt habe? Ja da bin ich richtig aufgeladen. Ich habe mir Gedanken gemacht, was ich verändern möchte und habe dies bereits in die Wege geleitet, habe Kurse gebucht, Beratungen vereinbart und Familie und Freunde um Unterstützung bei der Umsetzung in jenem oder diesem angefragt. Und das fühlt sich soo grossartig an, das kann ich dir sagen. Auch habe ich erkannt, dass es nicht immer für alles einen erklärbaren Grund geben muss. Ich weiss bis heute nicht, warum dieses tief da war, und dennoch ist es einfach so gekommen. Was ich aber weiss, ist, dass wir die Tief's im Leben brauchen, damit wir überhaupt den Gegensatz, also das Hoch erkennen können.