Burnout (-Prävention)
Burnout (-Prävention)

Burnout (-Prävention)

2. April 2025

Was versteht man unter einem Burnout-Syndrom?

Der Ausdruck Burnout wurde bereits 1974 vom Psychoanalytiker Freudenberger geprägt. Burnout bedeutet „ausbrennen“ und beschreibt ein psychovegetatives Erschöpfungssyndrom, das sich aufgrund lang anhaltender Belastungssituationen entwickelt. Früher war die Definition enger gefasst und bezog sich nur auf Folgen im Zusammenhang mit Erwerbsarbeit, vor allem in den „helfenden Berufen“ wie Krankenschwestern/Sozialarbeiter/Lehrer/ etc… Berufe, in denen man also grossen emotionalen Belastungen ausgesetzt ist, ohne selber viel Einfluss nehmen zu können und ohne angemessene Belohnung. Heute aber zeigt sich, dass es in vielen anderen Berufsgruppen und allen Hierarchiestufen ebenfalls zu Burnout - Syndromen kommt. Es muss auch nicht auf die Erwerbsarbeit beschränkt sein. Menschen mit hohen Belastungen, z.B. auch im familiären Bereich (z.B. Mehrfachbelastungen bei Frauen), können ebenfalls betroffen sein.

Es gibt aber keine verbindliche Definition und es ist auch kein fest umschriebenes Krankheitsbild. Die klinische Definition im Pschyrembel (Klinisches Wörterbuch) 2007 lautet:

„Definition:Zustand emotionaler Erschöpfung, reduzierter Leistungsfähigkeit u. evtl. Depersonalisation infolge Diskrepanz zwischen Erwartung u. Realität; Endzustand eines Prozesses von idealistischer Begeisterung über Desillusionierung, Frustration und Apathie Häufigkeit: geschätzte Prävalenz ca. 10 % der Arbeitnehmer mit entspr. Berufen (20–30 % aller Arbeitnehmer sind gefährdet)“

Wichtig ist auf jeden Fall, mögliche körperliche Ursachen der Erschöpfung (z.B. Diabetes, Schilddrüsenunterfunktion) auszuschliessen.

Es sind jedoch nicht Faktoren wie körperliche Schwerarbeit oder eine ungesunde Arbeitsumgebung, die jemanden ausbrennen lassen.

Faktoren, die ein Burnout-Syndrom begünstigen

Äussere Faktoren: Dauernde zwischenmenschliche Konflikte, Mobbing, unklare Erwartungen, fehlendes Vertrauen, mangelnder Respekt und Anerkennung, schlechtes Klima im Team, starke Fremdbestimmung oder Kontrolle, Kommunikationsüberflutung, kein oder wenig Feedback, Angst vor Arbeitsplatzverlust, organisatorisch schlechte Arbeitsbedingungen

Anzeichen auf der betrieblichen Seite dafür sind hohe Personalausfälle wegen Krankheit/Unfall,  Produktivitätsrückgänge und eine hohe Personalfluktuation.

Innere Faktoren: Hoher Ehrgeiz, Perfektionismus, nicht Nein sagen können und sich aufopfern, übermässiges Verantwortungsgefühl und in Folge davon ein chronisch schlechtes Gewissen, viel zu hohe Ansprüche an sich und die Umwelt, sich viel mehr zumuten als man schaffen kann, Anerkennung und Lob wird für den Selbstwert gebraucht, ungenügende Erholungszeiten, Mühe Arbeit zu delegieren, seinen inneren Wert vornehmlich über die Leistung definieren, etc…

Diese inneren und äusseren Faktoren können zu einem extrem erlebten Dauerstress und schliesslich zum Burnout-Syndrom führen. Die Dauer bis sich ein Burnout-Syndrom in voller Ausprägung aus einer chronischen Stresssituation entwickelt, reicht von ein paar Monaten bis ein paar Jahre.

Symptome des Burnout-Syndroms

 Die Symptome beim Burnout Syndrom können folgendermassen aufgegliedert und zusammengefasst werden:

Körperliche Symptome:    

  • Energiemangel / Schwäche / chronische Müdigkeit
  • Kopf- Rückenschmerzen / Muskelverspannungen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Herz-Kreislauf-Störungen
  • Schlafstörungen

Emotionale Symptome:    

  • Innere Leere / inneres Absterben
  • Hoffnungslosigkeit / Hilflosigkeit
  •  Depression / Ausweglosigkeit
  • Reizbarkeit / Ärger
  • Schuldgefühle oder Schuldzuweisung
  • Ängste / ev. Panikattacken                                             

Mentale Symptome:                      

  • Vergesslichkeit / Konzentrationsstörungen
  • Abbau der Kreativität
  • Zunehmend negative Einstellung sich selbst, der Arbeit und dem Leben gegenüber         
  • Zynismus                 
  • Gefühl der Sinnlosigkeit und Verzweiflung

Soziale Symptome:            

  • Gefühl von anderen Menschen „ausgesaugt“ zu werden
  •  Soziale Kontakte nerven und werden zunehmend als zusätzliche Belastung empfunden        
  • Kann anderen nicht mehr zuhören und kein Verständnis mehr aufbringen
  • Kein Interesse mehr an anderen bis hin zur Isolation

Blogartikel und Coachs für Burnout

Unten findest Du Artikel zum Thema Burnout und Coaching-Anbieter, die Burnout-Prävention und Burnout-Hilfe anbieten.

.

Coachs

Stephan Scherrer(Zürich)
Coach Stephan Scherrer

Stephan Scherrer

Als Coach und Psychologe begleite ich seit 14 Jahren Menschen, Teams und Organisationen in der Kompetenzentwicklung, der Potentialentfaltung sowie... Details Coach

Pascale Grillon - Burnout-Prävention & Neurofeedback in Basel(Basel)
Coach  Pascale Grillon - Burnout-Prävention & Neurofeedback in Basel

Pascale Grillon - Burnout-Prävention & Neurofeedback in Basel

Coaching und Online-Coaching in Lebenskrisen wie: Burnout-Symptomen, Angst vor der Zukunft, ADS und ADHS, Mobbing, Hochsensibilität, Essstörungen... Details Coach

Bernadette Wüthrich - mojodo | praxis für körpertherapie & beratung(Burgdorf)
Coach Bernadette Wüthrich - mojodo | praxis für körpertherapie & beratung

Bernadette Wüthrich - mojodo | praxis für körpertherapie & beratung

Entspannen | Erkennen | Entwickeln: Coaching und psychosoziale Beratung sowie körpertherapeutische Gesundheitsförderung in Situationen der... Details Coach

Jean-Daniel Rüedi (Neuchâtel)
Coach Jean-Daniel Rüedi

Jean-Daniel Rüedi

Faire émerger le potentiel des individus et des équipes

Coaching professionnel
Développement du Leadership, développement relationnel... Details Coach

Seiten