Der Ausdruck Burnout wurde bereits 1974 vom Psychoanalytiker Freudenberger geprägt. Burnout bedeutet „ausbrennen“ und beschreibt ein psychovegetatives Erschöpfungssyndrom, das sich aufgrund lang anhaltender Belastungssituationen entwickelt. Früher war die Definition enger gefasst und bezog sich nur auf Folgen im Zusammenhang mit Erwerbsarbeit, vor allem in den „helfenden Berufen“ wie Krankenschwestern/Sozialarbeiter/Lehrer/ etc… Berufe, in denen man also grossen emotionalen Belastungen ausgesetzt ist, ohne selber viel Einfluss nehmen zu können und ohne angemessene Belohnung. Heute aber zeigt sich, dass es in vielen anderen Berufsgruppen und allen Hierarchiestufen ebenfalls zu Burnout - Syndromen kommt. Es muss auch nicht auf die Erwerbsarbeit beschränkt sein. Menschen mit hohen Belastungen, z.B. auch im familiären Bereich (z.B. Mehrfachbelastungen bei Frauen), können ebenfalls betroffen sein.
Es gibt aber keine verbindliche Definition und es ist auch kein fest umschriebenes Krankheitsbild. Die klinische Definition im Pschyrembel (Klinisches Wörterbuch) 2007 lautet:
„Definition:Zustand emotionaler Erschöpfung, reduzierter Leistungsfähigkeit u. evtl. Depersonalisation infolge Diskrepanz zwischen Erwartung u. Realität; Endzustand eines Prozesses von idealistischer Begeisterung über Desillusionierung, Frustration und Apathie Häufigkeit: geschätzte Prävalenz ca. 10 % der Arbeitnehmer mit entspr. Berufen (20–30 % aller Arbeitnehmer sind gefährdet)“
Wichtig ist auf jeden Fall, mögliche körperliche Ursachen der Erschöpfung (z.B. Diabetes, Schilddrüsenunterfunktion) auszuschliessen.
Es sind jedoch nicht Faktoren wie körperliche Schwerarbeit oder eine ungesunde Arbeitsumgebung, die jemanden ausbrennen lassen.
Äussere Faktoren: Dauernde zwischenmenschliche Konflikte, Mobbing, unklare Erwartungen, fehlendes Vertrauen, mangelnder Respekt und Anerkennung, schlechtes Klima im Team, starke Fremdbestimmung oder Kontrolle, Kommunikationsüberflutung, kein oder wenig Feedback, Angst vor Arbeitsplatzverlust, organisatorisch schlechte Arbeitsbedingungen
Anzeichen auf der betrieblichen Seite dafür sind hohe Personalausfälle wegen Krankheit/Unfall, Produktivitätsrückgänge und eine hohe Personalfluktuation.
Innere Faktoren: Hoher Ehrgeiz, Perfektionismus, nicht Nein sagen können und sich aufopfern, übermässiges Verantwortungsgefühl und in Folge davon ein chronisch schlechtes Gewissen, viel zu hohe Ansprüche an sich und die Umwelt, sich viel mehr zumuten als man schaffen kann, Anerkennung und Lob wird für den Selbstwert gebraucht, ungenügende Erholungszeiten, Mühe Arbeit zu delegieren, seinen inneren Wert vornehmlich über die Leistung definieren, etc…
Diese inneren und äusseren Faktoren können zu einem extrem erlebten Dauerstress und schliesslich zum Burnout-Syndrom führen. Die Dauer bis sich ein Burnout-Syndrom in voller Ausprägung aus einer chronischen Stresssituation entwickelt, reicht von ein paar Monaten bis ein paar Jahre.
Die Symptome beim Burnout Syndrom können folgendermassen aufgegliedert und zusammengefasst werden:
Körperliche Symptome:
Emotionale Symptome:
Mentale Symptome:
Soziale Symptome:
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